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Prepare for Titanfall
. Mit diesem Satz führt Sarah eine neues Genre in die Gameswelt ein. Den Mech-First-Person-Multiplayer-Only-Shooter. Viele Wörter die sich selbst erklären. Ich hatte die Gelegenheit, die Titanfall Beta zu testen. Hier erzähle ich euch, was ich von dem neuen Spiel halte!

Erstmal Grundlegendes: Titanfall wurde von der Firma Respawn Entertainment entwickelt. Das sagt einem wahrscheinlich erstmal nichts. Wenn man jedoch die Geschichte der beiden Präsidenten kennt, dann wirkt Respawn Entertainment meiner Meinung nach schon ein wenig familiärer. Jason West und Vince Zampella sind nämlich federführend in der Produktion von Call of Duty: Modern Warfare 2 gewesen. Damals waren die beiden allerdings noch im Hause Infinity Ward angestellt. 

Diesen Einfluss merkt man auch. Titanfall ist zwar kein "Call of Duty" der Zukunft, allerdings gibt es hier und da einige Parallelen, die die Entwickler in das Spiel implementiert haben. So erinnern die einzelnen Waffenaufsätze stark an die, die auch in Call of Duty existierten. Als Hardcore-Call of Duty Fan kann ich das unterschreiben. Dazu allerdings später mehr.

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Nun aber zu meinem Spielerlebnis:

Konsole an. Key eingeben. Hoffen. Beten. Zocken. 

Das Spiel startet. Der Vorspann wird durch die Logos von EA und Respawn gekrönt. Gesprayed auf die Rüstung eines Titans. Im Menü kann ich zwei verschiedene Aktionen wählen: "Play" und "Options". Nachdem ich also die "Options" gekonnt ignoriert habe, stürze ich mich in das Spiel. 

Der "Trainingssimulator" wird sofort gestartet. Erst folgen kleine Einweisungen in die Bewegungsmechanik eines Piloten: "Gehe nach rechts, gehe nach links. Jetzt sprinte, bevor sich die Türe schließt." Ok! Gesagt, getan. Die Steuerung unterscheidet sich nicht sonderlich von anderen Shootern. Doch plötzlich wird es interessant: "Führe einen Wallrun aus!" Auf einmal finde ich mich in einem "Mirrors Edge" ähnlichen Szenario wieder. Mein Pilot ist in der Lage, beachtliche Strecken an einer Wand entlangzulaufen. Springe ich ab, kann ich das an einer anderen Wand fortsetzen. Im Verbund mit ein paar Doublejumps kann das schon verdammt viel Spass machen.

"Vom Parkour-Meister zum BattleTank". Gerade fliege ich fast noch durch die Lüfte, im anderen Moment finde ich mich in einem riesigen, schweren Titan wieder. Die Steuerung bleibt die gleiche. Sie wirkt zwar hier und da etwas schwerfälliger, das fällt mir aber gar nicht auf. Die gigantische Waffe in meinen Händen und der Vortex -Schild, der feindliche Kugeln abfängt, ziehen meine komplette Aufmerksamkeit auf sich. Die Basics sind jetzt verstanden und es geht ab in die Trainingsarena. Hier werden nacheinander Titans gespawnt, die man mit Leichtigkeit auseinander nehmen kann. "Call of Duty-Meister, Titanfall-Meister!" lache ich durch die Xbox-Live-Party. Falsch gedacht. Ein Online-Match wird mir zeigen, wie falsch man doch liegen kann.

Also starte ich meine erste Runde Attrition, Team-Deathmatch. Ich wähle mein Standard Piloten- und Titanloadout. Loadouts sind die voreingestellten Klassen, zwischen denen man sich entscheiden muss. Ab Level 5 hat man die Möglichkeit, eigene Klassen zu erstellen. Das System kenne ich irgendwoher... 

Die Runde beginnt. Das HUD ist übersichtlich strukturiert und wer schonmal den ein oder anderen Shooter gespielt hat, der sollte keine Fragen haben. Unten rechts sehe ich den Status meines Titans, also wann er gespawnt werden kann, was er gerade macht und wie es um seine Gesundheit steht. Links habe ich meine Spezialfähigkeit gelistet. Für meine erste Runde ist diese "Cloak". Oben links sieht man - ... In fünf Sekunden geht es los! Meine Teammates und ich springen aus einem Luftschiff in die Map rein. Angel City . Eine runtergekommene, futuristische Stadt. Hohe Gebäude, enge Kurven und schmale Gänge. Wir sprinten los. Alles wirkt unglaublich schnell und etwas unkoordiniert. Doublejump nach Doublejump, hier und da ein missglückter Wallrun. Der Trainingssimulator hat mich nicht wirklich auf diese Map eingestimmt. 
Titanfall Official Angel City Gameplay Trailer-104:25

Titanfall Official Angel City Gameplay Trailer-1

Die ersten Gegner werden auf der Minimap eingezeichnet. Nach alter Shootermanier laufe ich direkt auf sie zu. Eine gefühlte Ewigkeit später habe ich sie dann auch endlich im Visier. Die Sticksteuerung wirkt etwas schwammiger als bei anderen Shootern, was das Zielen etwas erschwert. Mehr oder weniger gekonnt schieße ich die ersten Salven auf die Gegner ab, welche sofort tot umfallen. Viel zu einfach. Das Ganze wiederholt sich noch drei bis vier Mal. Selbstsicher laufe ich in ein extrem verwinkeltes Haus, um meine Killstreak fortzusetzen. Das nächste Opfer wurde mir bereits durch einen ungedämpften Schuss auf der Minimap angezeigt. Ich ziele und drücke ab. Tot. Ich bin sofort erledigt worden. Doch was war anders? Ganz einfach: Die ersten Gegnerhorden, auf die ich traf, bestanden nur aus Minions. Sprich, es waren AI kontrollierte Bots, welche die Map ein wenig auffüllen sollen. Diese sind sehr einfach zu töten, da sie des Öfteren auch einfach nur vor einem stehen, bis sie sich endlich wehren. Im Haus war allerdings der erste echte Spieler. Mit seiner automatisch zielenden Pistole hat er mir relativ schmerzhaft klargemacht, wie schnell das Spiel doch sein kann.

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Nach wenigen Minuten ist die Runde auch schon vorbei. Mein Team hat gewonnen, was sicherlich nicht an meiner Leistung lag. Nun startet der Epilog. Die Aufgabe des gegnerischen Teams ist es jetzt, das Schlachtfeld zu verlassen. Dazu müssen sie nur in ein bereitgestelltes Raumschiff entkommen. Meine Teammates und ich wollen sie daran hindern. Im Epilog gibt es keine Respawns, es ist also Vorsicht geboten. Plötzlich wird das Spiel noch viel hektischer als vorher. Alle laufen auf das Luftschiff zu und schießen in ihren Titans schon aus riesiger Entfernung auf alles was sich bewegt. Dieses Mal haben wir es nicht geschafft, alle Gegner auszuschalten. Der Feind ist entkommen und bekommt ein paar Bonuspunkte.
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Neben Attition bietet die Beta noch zwei andere Modi an, die gespielt werden können. Einmal wäre da Hardpoint Domination zu nennen. Hardpoint ist das klassische Herrschafts-Spiel. Auf der Map sind drei Punkte eingezeichnet, die von den Teams erobert werden sollen. Hält man eine Stellung, punktet das Team. Ideal ist es, wenn man zwei Stellungen gleichzeitig beherrscht. So kann man den Spawn der Gegner auf den dritten, feindlichen Punkt, begrenzen. 

Der dritte Modus ist Last Titan Standing. Hier startet jeder Spieler sofort in seinem Titan. Das Team, das den letzten funktionstüchtigen Titan besitzt, gewinnt. Es gibt keine Respawns. Wer stirbt, ist raus. Natürlich kann man aus seinem Titan ejecten und als Pilot weiterkämpfen. Ob das allerdings so vorteilhaft ist, sei mal dahin gestellt. 

Nach zwei Spieltagen in der Beta kann ich über Titanfall abschließend sagen, dass es auf jeden Fall etwas Neues ist. Wer auf ein "Call of Duty" mit Robotern gehofft hat, wird schnell enttäuscht sein. Es ist auch kein "Battlefield" mit Titans oder "Transformers" mit Piloten. Es ist wirkt auf mich eher wie eine gelungene Mischung aus diesen Spielen. 

Für eine Beta ist das Spiel recht gut ausbalanciert: Der Titan ist nicht das über-powerte Machtinstrument der Fraktion, der feindliche Piloten niederstampft. Im Laufe des Spiels zeichnen sich eher zwei verschiedene Schlachten ab: Auf der einen Seite kämpfen Titans gegen Titans, auf der anderen ist der klassische First-Person-Shooter den wir alle so lieben. Klar, es gibt noch einige Dinge, die bis zum offiziellen Release geändert werden müssen, wie zum Beispiel die lächerliche Lock-On Pistole, die einem Aimbot gleich kommt. Dennoch beweist Titanfall ein riesiges Potential, eine neue, große Franchise zu werden. Vielleicht warten wir in Zukunft nicht jedes Jahr nur auf COD oder Battlefield. Vielleicht ist ab jetzt auch Titanfall dabei.

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